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» Die Zecke

space Die verschiedenen Zecken im Überblick space
   
 
Der Gemeiner Holzbock (Schildzecke), unsere heimische Zecke (Ixodes ricinus)

Holzbock  


Schildzecken sind kosmopolitisch vorkommende temporäre Ektoparasiten. Die bekannteste Schildzecke in Mitteleuropa ist Ixodes ricinus, der gemeine Holzbock. Der Entwicklungszyklus dieser dreiwirtigen Zecke dauert 1 bis 3 Jahre.

Ist der Holzbock mit gefährlichen Erregern infiziert, wie Borrelien, Anaplasmen und FSME-Viren, kann er diese während seiner Blutmahlzeit auf den Hund übertragen.
•        Borrelien können beim Hund Gelenkentzündungen verursachen, die ein wechselseitiges Hinken ........-------.bewirken.

•        Anaplasmen befallen Blutzellen und bewirken eine Erkrankung, die als Anaplasmose bezeichnet wird. -------Ihre Symptome sind unter anderem Fieber, Gewichtsverlust, Schlappheit, Beeinträchtigungen des ---------.Zentralnervensystems und Blutungen sowie Gelenkentzündungen.

•        FSME-Viren verursachen – anders als beim Menschen – beim Hund nur ganz selten Symptome.

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)

Auwaldzecke
Die Auwaldzecke war früher vornehmlich in Ungarn, Österreich und Südpolen heimisch. Dort bevorzugt sie als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore.
Die Auwaldzecke hat sich in vielen Gegenden Deutschlands stark ausgebreitet. In den Isarauen bei München, in der Regensburger Gegend, im Oberrheingebiet und Saarland sind diese Zecken mit Babesien infiziert.
Sie sind die Erreger der gefährlichen bis tödlich verlaufenden Babesiose. Ähnlich wie bei der Malaria beim Menschen werden durch die Babesien die roten Blutkörperchen beim Hund zerstört.

Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

Zecke
Die braune Hundezecke kommt vorwiegend in südlichen Ländern vor, ist aber in beheizten Räumen/Zwingern mancherorts auch nördlich der Alpen heimisch geworden. Sie überträgt Babesien sowie gefährliche Ehrlichien.

Lebenszyklus der Zecke

Wie der Name sagt, tragen Schildzecken auf der Dorsalseite einen harten Schild (Scutum). Nach dem ca. einwöchigen Blutmahl (die weibliche Zecke vergrössert sich dabei auf bis zu 1,5 cm) und der Begattung auf dem Wirt legt das Weibchen Tausende von Eiern in den Boden. Aus den Eiern schlüpfen sechsbeinige Larven, die auf kleineren Säugetieren (besonders Nagetieren) ein Blutmahl nehmen und sich anschliessend am Boden häuten. Das nächste Stadium ist die achtbeinige Nymphe, die sich nach einem Blutmahl auf Nagetieren oder Vögeln zur adulten Zecke häutet. Die männlichen und weiblichen Zecken saugen auf grösseren Wirbeltieren (Wildtiere, Haustiere, Menschen) mehrere Tage Blut. Alle Zeckenstadien können auf dem Menschen gefunden werden. Bei der Beutefindung hilft den Zecken das sogenannte Hallersche Organ. Dieser grubenförmige, mit Sinnesborsten ausgestattete Chemorezeptor befindet sich an den Tarsen des ersten Beinpaares und ist in der Lage, Stoffe wie Ammoniak, Kohlendioxid oder Milchsäure zu erkennen, die von den Wirtstieren abgegeben werden.

ZeckeMaenlich ZeckeWeiblich Nymphe
adultes Weibchen (ca. 3 mm) adultes Männchen Nymphe

Wirtsfindung


Um auf einen Wirt zu gelangen, braucht die Zecken "Körperkontakt", wenn auch nur für Bruchteile von Sekunden. In dieser kurzen Zeit gelangt die Zecke von der Vegetation auf den Wirt. Sie wird sozusagen abgestreift.

Oft wird angenommen, Zecken ließen sich  von Bäumen fallen. Das stimmt nicht. Zecken erklettern die Vegetation, wobei Larven bis zu 25 Zentimetern, Nymphen bis zu 50 Zentimetern und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern Höhe erreichen können. Das ist eine Höhe von ungefähr dem 500fachen der eigenen Körpergröße. Dort klammern sie sich mit ihren hinteren Beinpaaren fest und warten auf einen vorbeikommenden Wirt.

Um einen geeigneten Wirt zu erkennen, haben Zecken im vordersten Beinpaar ein Sinnesorgan, das Haller´sche Organ, das auf thermische und chemische Reize (Kohlendioxyd, Milchsäure) des Wirtes reagiert. Milchsäure ist ein Bestandteil im menschlichen Schweiß. Dieses Organ wird bei der Lauerstellung vorgestreckt und kann so die Reize besser empfangen. Wird nun eine wartende Zecke durch Geruchsreize, durch Änderung im Licht, besonders zum Dunkleren hin oder durch Vibration gewarnt, dass eine mögliche Mahlzeit vorbeikommt, wechselt sie sofort von der Wartestellung in die Lauerstellung. Sie hängt sich dann an alles, was das Blatt oder den Grashalm auf dem sie sitzt, streift.





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