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» Wissenswertes über Katzen [ Behandlung der kranken Katze - Was kann/muss man tun?]

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Ist eine Katze verletzt oder bewusstlos, sollte man zunächst vermeiden, sie zu bewegen, falls man sich nicht an einer gefährlichen Stelle (z.B. Straße) befindet.

Diese Verletzungen benötigen die sofortige Hilfe eines Tierarztes:

Stark blutende Verletzungen

Stark blutende Verletzungen sollten zunächst abgebunden werden, dann muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Wunde darf nicht länger als etwa zehn Minuten abgebunden werden, sonst können schwere Schäden entstehen. Bei einer sickernden Blutung einen Druckverband anlegen, bis man beim Tierarzt ist.

Schock

Bei schweren Verletzungen, aber auch bei Insektenstichen kann die Katze einen Schock erleiden. Das Tier wird schwach und legt sich hin, es fühlt sich kalt an, Atem und Puls sind sehr schnell. Das Zahnfleisch und die Bindehäute sind sehr blass. Wickeln Sie die Katze in eine warme Decke und bringen Sie sie augenblicklich zu einem Tierarzt.

Hitzschlag

Der Hitzschlag bei der Katze äußert sich mit den gleichen Symptomen wie beim Menschen: Schüttelfrost, kurze Atmung bis hin zur Bewusstlosigkeit. Als erste Hilfe kann das Einwickeln in ein feuchtes, kühles Handtuch helfen, bis man beim Tierarzt eintrifft.

Vergiftungen

Hautrötungen, unsicherer Gang, Zuckungen, Bauchschmerzen, Erbrechen (evtl. mit einem Anteil von Blut) sowie starkes Speicheln können Symptome für Vergiftungen sein. Sind Sie in der Lage, das Gift zu ermitteln, nehmen Sie eine Probe davon mit zum Tierarzt, der weitere Maßnahmen unverzüglich einleiten muss.

Knochenbrüche, Verrenkungen und Verstauchungen

Diese Verletzungen treten häufig bei Autounfällen oder Stürzen aus großer Höhe auf, können aber auch von Misshandlungen herrühren. Der Transport und die damit verbundenen Schmerzen sollten vermieden werden, indem man den Tierarzt bittet, ins Haus zu kommen. Als erste Hilfe kann der betroffene Körperteil durch eine Schiene stabilisiert werden.

Verbrennungen

Der Grad der Verbrennung bestimmt die Schwere der Verletzung. Zeigen sich Haarausfall und Gewebstod an den betroffenen Stellen, handelt es sich um eine Verbrennung dritten Grades, die sofortiger ärztlicher Betreuung bedarf. In diesem Fall sollte man einen Transport möglichst vermeiden. Ist mehr als die Hälfte des Körpers verbrannt, kann dies leicht zum Tod führen. Erste Hilfe kann hier eine Kühlung der betroffenen Partien sein (in diesem Fall kein Eis verwenden, sondern nur kühles Wasser, da ein zu hoher Temperaturunterschied einen noch größeren Schaden auslösen kann). Die betroffenen Partien mit Tüchern oder Mull abdecken und keine Cremes, Salben oder Öl auf die Wunden streichen, bis der Tierarzt eintrifft.

Schwere Traumata

Bei einem schweren Trauma muss man zunächst nach den Vitalfunktionen der Katze sehen: Anhand der Brustkorb- und Bauchbewegungen kann man feststellen, ob sie atmet. Legt man die Hand vorsichtig auf die linke Seite des Brustkorbs, kann man den Herzschlag der Katze prüfen. An der Oberschenkelarterie der Pfote kann der Puls der Katze festgestellt werden. Nun sollte man weitere Reaktionen testen: Folgen die Augen der Katze Bewegungen (die Hand vor den Augen der Katze bewegen) und reagieren ihre Pupillen auf Licht? Wenn nicht, deutet dies auf schwere Schädelverletzungen hin. Bevor man das Tier bewegt, muss sichergestellt sein, dass alle Gliedmaßen unverletzt sind. Für den Transport muss ein Behälter mit festem Boden zur Verfügung stehen, in dem die Katze ausgestreckt liegen kann.

Ertrinken

Katzen sind in der Regel gute Schwimmer, sind sie jedoch geschwächt oder traumatisiert, bevor sie ins Wasser fallen, können sie ertrinken. Wird eine Katze leblos aus dem Wasser gezogen, muss man erst prüfen, ob sie noch lebt und ob andere Verletzungen vorhanden sind. Ist die Katze noch am Leben, nehmen Sie sie bei den Hinterbeinen und heben Sie sie hoch, damit das verschluckte Wasser herausfließt. Dabei sollten Sie die Katze hin und her schwenken, wobei Skrupel überflüssig sind, da die Atemwege frei sein müssen, um das Überleben der Katze zu sichern. Bringt dies keinen Erfolg, kann man die Katze beatmen. Zuerst sollte kontrolliert werden, ob die Zunge hinten im Maul liegt. Ist dies der Fall, ziehen Sie diese vorsichtig nach vorne. Legen Sie beide Handflächen auf die Brust der Katze und drücken Sie die Luft aus der Lunge (dies erfordert große Vorsicht, um die Katze nicht zu verletzen). Bei der Mund-zu-Mund-Beatmung nehmen Sie das ganze Maul der Katze in den Mund, während Sie drei Sekunden lang Luft hineinblasen. Nach zwei Sekunden Pause wird der Vorgang wiederholt.

Krankenpflege

Eine kranke Katze benötigt besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege. Die Einnahme von Medikamenten kann sich mitunter schwierig gestalten. Manche Katzen lassen sich durch Leckerbissen überlisten, in denen das fragliche Medikament versteckt ist. Liegt die Tablette nach der Mahlzeit noch im Napf, müssen Sie versuchen, der Katze das Medikament selbst zu verabreichen. Am besten nehmen Sie die Katze und biegen ihren Kopf zurück, bis sich das Maul öffnet. Dann vorsichtig mit den Fingern die Maulwinkel der Katze zurückziehen, damit das Maul offen bleibt. Legen Sie die Tablette auf den hintersten Rand der Zunge, schubsen Sie diese sanft mit dem Finger in den Hals und schließen Sie das Maul der Katze, die durch den Schluckreflex die Tablette verschluckt. Es kann helfen, die Katze dabei in ein Handtuch zu wickeln. Diese Methode ist auch bei Untersuchungen des Kopfes hilfreich. Ist die Katze beim Tierarzt besonders wild, kann man die Gabe von Beruhigungsmitteln erwägen.

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